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Broschüren zum Thema Schwangerschaft und Geburt


Ich weiß nicht genau warum, aber leider kann man oben die Seite "Links" nicht öffnen. Daher möchte ich euch hier noch einmal meine Broschürensammlung zum Thema Schwangerschaft und Geburt posten und verlinken. Einige davon könnt ihr euch auch per Post bestellen. Viel Spaß damit!

Eine Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Kostenlos zum Bestellen.          

♥ Du bist Willkommen ♥

Broschüre meiner Krankenkasse (Barmer GEK). Habe ich nur auf Nachfragen in der Geschäftsstelle bekommen. Gibts aber auch als PDF-Datei - siehe Link.


♥ Mutterschutzgesetz ♥

Broschüre mit den wichtigsten Regelungen, Link führt euch zur PDF-Datei.


Broschüre des Familienministeriums. Ist das Foto nicht herrlich? Beinhaltet die wichtigsten Infos zu diesem Thema. Der Link bringt euch zur Broschüre.



Von der BZgA, der Link führt euch zur Broschüre.

Von der BZgA. Ist mindestens so gut wie ein gekaufter Ratgeber!

Von der BZgA, der Link führt euch zur PDF-Datei.

        

♥ Beruf und Familie aktiv gestalten ♥

Informationen für (werdende) Eltern. Eine Broschüre mit allen möglichen gesetzlichen Regelungen vom Land Brandenburg. Ist online, glaube ich, nicht zu bekommen.
             
Broschüre des Landes Berlin zum genannten Thema. Der Link führt euch zur PDF-Datei.
       

♥ kidsgo ♥

Kostenlose Zeitschrift mit super Übersicht über alle möglichen Kurse und Angebote in eurem Bezirk (nur für Berlin). Der Link führt euch zur Webseite. Das Heft liegt teilweise in entsprechenden Geschäften aus. Bei mir z.B. im Bio-Supermarkt.
Zeitschrift mit super Übersicht über die einzelnen Angebote der Krankenhäuser. Auch wieder regional für Berlin und andere Gebiete zu haben. Den Link zur PDF-Datei habe ich eingefügt. Ansonsten soll es beim Frauenarzt ausliegen - hab ich aber nicht gesehen.
   
Broschüre des Landes Berlin mit entsprechender Info. Ich habs noch nicht gelesen, glaube auch nicht, dass das wahnsinnig wichtig ist. Link bringt euch zur PDF.
Broschüre des Landes Berlin, mit nützlicher Tabelle für die Berechnung des Kita-Beitrages. Link bringt euch zur PDF-Datei.
       

♥ Merkblatt Kindergeld ♥

Faltblatt über die Beantragung desselbigen. Link bringt euch zur PDF-Datei der Arbeitsagentur.

Warum französische Babys länger im Mutterleib bleiben dürfen

.. es klingt verrückt, aber es stimmt! In Frankreich dauert der "Aufenthalt" des Babys im Mutterleib 41. Wochen, in Deutschland eine Woche weniger - 40. Wochen. Das Geburtsdatum wird also für schwangere Frauen eine Woche später gerechnet. Natürlich ist das Ganze ein Rechenspiel, denn das Baby kommt schließlich wann es kommt. Oder? Nun ja, ich würde sagen, nicht ganz! Bei mir war es ja so: ich war einige Tage über dem errechneten Termin, und ab da muss man erstens alle zwei Tage zur Kontrolluntersuchung. Das ist schonmal anstrengend wenn man hochschwanger ist. Und zweitens haben sie schon davon geredet, dass man die Geburt demnächst einleiten müsse! Und das ist, wie man weiss, keine schöne Sache! Durch den Wehentropf kann die Geburt schneller und schmerzhafter verlaufen. In Frankreich wäre mir das nicht passiert - denn dort wäre das Kind genau am errechneten Termin (also eine Woche nach dem deutschen Termin) auf die Welt gekommen. Was ist die Moral? Lasst euch mit der Geburtseinleitung nicht verrückt machen, auch wenn ihr schon eine Woche "über" Termin seid. Wenn alles normal ist, könnt ihr euch noch Zeit lassen. Hier findet ihr einen Bericht darüber noch einmal beim Fernsehsender Arte.

Meine Kliniktasche


Hier möchte ich euch zeigen, was ich in meine Kliniktasche gepackt habe (die Teile mit den Herzen habe ich tatsächlich gebraucht). Man sagt, dass die Tasche spätestens vier Wochen vorher gepackt sein soll, falls es das Baby ganz eilig hat. Auch dafür gibt es ja unzählige "Checklisten" im Netz, die sich in den meisten Utensilien gleichen. Auch hier kann man sich an seine Krankenkasse wenden. Bei der Barmer scheint es keine zu geben, aber ich verlinke euch mal die Checkliste der Techniker Krankenkasse, die ich ganz gut finde und auf die man auch als nicht-Mitglied zugreifen kann.



Für mich während der Geburt


  • ein längeres, großes Baumwoll-T-Shirt für die Geburt, was man danach wegschmeißen kann
habe ich nicht gebraucht, da ich ein Krankenhaushemd anhatte
  • eine Strickjacke - meine Hebamme, die selbst Mutter von drei Kindern ist meinte, dass man unter Umständen abwechselnd schwitzt und friert
habe ich nicht gebraucht, ich habe auch nicht geschwitzt oder gefroren


♥ Hausschuhe oder rutschfeste Socken - man möchte und soll sich viel bewegen und z.B. in den Gängen herumlaufen

  • warme Kuschelsocken - kalte Füße hemmen die Wehen
habe ich nicht gebraucht, ich hatte eine Decke zum drüberziehen

♥ Bademantel - zum rumlaufen oder wechseln der Räume
♥ Haarreifen und Haarspange - weil ich längere Haare habe
  • Massageöl und Massageroller - ich nehme das Schwangerschaftstreifenöl, das ich sowieso schon habe, die Begleitung kann einem dann den Rücken massieren. Meine Hebamme empfiehlt übrigens auch so einen stachligen Massageball - den kann man auch später noch für die Babys nehmen.
habe ich nicht gebraucht, aber ich hatte auch eine PDA
  • evtl. Musik-CD - die meißten Kreissäle sind mit einem CD-Player ausgestattet
habe ich nicht gebraucht
  • Laptop und Filme - für die erste Phase der Wehen, damit die Zeit schneller vergeht
habe ich nicht gebraucht
  • ein Buch - muss jetzt nicht Homer sein - einfach was einen entspannt, vielleicht auch eine Gala oder so
habe ich nicht gebraucht

♥ Snacks - für sich selbst und die Begleitung. Wenn ich es schaffe mache ich mir auch belegte Brote. Die finde ich lecker und ich habe öfter mal Appetit. Im Krankenhaus gibt es natürlich auch eine Cafeteria - aber nicht Nachts!

War vor allen Dingen wichtig für meine Begleitung.


    Dokumente


    ♥ Mutterpass - hat man ja eh dabei
    ♥ Personalausweis
    ♥ Geburtsurkunde oder wenn ihr verheiratet seid die Heiratsurkunde/Familienstammbuch
    ♥ Krankenversicherungskarte
    ♥ evtl. Allergiepass




      Für die Wöchnerinnenstation


      ♥ zwei Nacht- oder Schlafanzughemden, die sich vorne zum Stillen öffnen lassen. 
      ♥ zwei Still-BHs - eine oder zwei Größen größer, gibts auch bei Drogeristen
      ♥ acht Unterhöschen - aus Baumwolle, nicht zu klein
      • (Einmal)Waschlappen (haben die so etwas nicht im Krankenhaus?)
      habe ich nicht gebraucht

      ♥ Klamotten für die Heimreise - was einem im 6 Monat gepasst hat, der Bauch ist nicht sofort ganz weg
      ♥ Kosmetikartikel - Zahnbürste usw., ich nehme auch noch Schminke mit und ich habe mir ein kühlendes Augengel (gegen Augenringe) gekauft und eine Erfrischungsmaske, falls man für so etwas überhaupt Zeit hat
      ♥ ein großes und mehrere kleine Handtücher
      ♥ einen Föhn, natürlich ist das Krankenhaus kein Hotel und die haben so etwas nicht da
      • Kleingeld - für die Cafeteria
      habe ich nicht gebraucht, da wir Handys dabei hatten und nie in die Cafeteria gegangen sind

      ♥ Kamera oder Handy (Aufladekabel nicht vergessen!)
      ♥ Notizbuch/Papier und Stift



        Für Babys Heimreise


        Solange ihr im Krankenhaus seid, werden alle Babysachen gestellt. Nur für die Heimfahrt braucht man ein paar Sachen. Denkt daran, dass Neugeborene ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren können und deshalb immer ein Mützchen brauchen.

        ♥ einen Body, Größe 50/56
        ♥ einen Strampler, Größe 50/56
        ♥ eine Jacke und Mütze
        ♥ eine Windel und zwei Spucktücher
        ♥ eine Babyschale fürs Auto
        ♥ eine Decke - Wolldecke oder was leichteres jetzt im Sommer zum zudecken

        Meine Geburt im Oskar-Ziethen Krankenhaus in Berlin


        ♥♥♥

        Am 6. August gingen die Wehen los. Geburtstermin war eigentlich der 1. August gewesen, deswegen musste ich alle zwei Tage zu Kontrolluntersuchungen entweder ins Krankenhaus oder zur Hebamme gehen. Beim letzten Termin im Krankenhaus hatte man schon davon geredet, in ein paar Tagen mit der Einleitung der Geburt beginnen zu müssen.  Am 7. August (Mittwoch) war wieder ein Besuch bei der Hebamme im Prenzlauer Berg vorgesehen. 

        ♥

        Am Dienstag, 6. August, verlief eigentlich noch alles normal – wir gingen einkaufen, mein Freund arbeitete, ich arbeitete an meinem Blog, kochte Essen, machte sauber und bug einen Schokoladenkuchen, den mein Freund sich gewünscht hatte.  Ein paar Stunden später, am Abend ging es los, aber ich dachte bis dahin, es wären nur Rückenschmerzen. In der Nacht wurde es dann immer stärker, die Schmerzen kamen und gingen im Abstand von ein, zwei Minuten. Da uns im Geburtsvorbereitungskurs gesagt worden war, die „richtigen“ Wehen würden im Abstand von zehn Minuten oder länger beginnen, dachte ich, das können ja nicht die richtigen sein. 

        ♥

        Schließlich konnte ich es aber im Bett nicht mehr aushalten und sagte meinem Freund, dass wir jetzt ins Krankenhaus müssten, zumindest, um ganz sicher zu gehen. Also klingelten wir um eins im Kreissaal vom Oskar-Ziethen Krankenhaus in Lichtenberg, was mit dem Auto zehn Minuten entfernt von unserer Wohnung lag. Die junge Hebamme, die ich schon von meinem Zwischenstopp im Krankenhaus wegen meiner Stauniere kannte, begrüßte uns freundlich. Sie schloss mich erstmal im Vorwehenraum an ein CTG an, welches die Stärke und Länge der Wehen aufzeichnete. Was keiner gedacht hätte – sie sollte es auch sein, die schließlich bei mir die Geburt übernehmen würde. Als junge, kinderlose Frau, so sagte sie uns, würde sie oft dazu herangezogen, die Nachtschichten zu übernehmen.

        ♥

        Das CTG zeigte Wehen mit starken Ausschlägen an, die in relativ kurzen Abständen kamen, in einer Intensität das ich sicher war, das es keine Vor- oder Probewehen mehr sein konnten. Die hatte ich ja schon seit Wochen vorher gehabt und sie waren absolut schmerzfrei gewesen. Die Hebamme kontrollierte auch meinen Muttermund, welcher minimal geöffnet war, auch der Gebärmutterhals hätte noch einen Zentimeter. Entweder hätte ich also ins Krankenhaus auf die Station gehen und weiter warten können, oder wir könnten nach Hause gehen und dort abwarten, bis die Wehen stärker und länger wurden. Wir entschieden uns also, wieder nach Hause zu gehen. 

        ♥

        Um zwei Uhr nachts waren wir wieder zu Hause, aber ich konnte mich nicht ins Bett legen, da die Schmerzen so stark waren und ich mich darauf konzentrieren musste. An Schlaf war also nicht zu denken. Mein Freund legte sich ins Bett und ich ging ins Wohnzimmer und ging dort auf und ab. Die Wehen kamen nach wie vor alle paar Minuten. Gegen 5/6 Uhr morgens war ich allerdings sehr erleichtert, denn die Abstände hatten sich nun auf 8-10 Minuten erhöht, so dass ich zwischendurch ein Atempause zum entspannen hatte. Ich hätte sonst nicht gewusst wie ich das noch über Stunden hätte ertragen sollen. Um zehn Uhr hatte ich einen Termin bei der Hebamme und das gab mir Halt, denn sie würde mir sicher sagen, wie es weiter gehen sollte. 

        ♥

        Mein Freund und ich fuhren mit dem Auto zu ihr. Ich hatte nach wie vor alle zehn Minuten Wehen, die etwa eine Minute dauerten. Die Hebamme machte ein CTG, worauf die Wehen zu erkennen waren, und kontrollierte noch einmal bei mir und gab bekannt, das der Gebärmutterhals verstrichen sei, aber nach wie vor der Muttermund nur ganz gering geöffnet sei. Sie sagte, es würde wahrscheinlich gar nicht mehr lange dauern, und empfahl mir, zur Entspannung ein Bad zu nehmen. Der Besuch stärkte mich moralisch und wir fuhren wieder nach Hause und frühstückten – die Wehen gingen weiter. Ich krallte mich bei jeder Wehe am Kinderwagen fest, den ich dann durchs Kinderzimmer schob.

        ♥

        Ich wollte eigentlich gar kein Bad nehmen, da ich das Gefühl hatte, das würde für mich alles noch schmerzhafter machen. Ich probierte es aber trotzdem und genauso war es. Also wieder raus aus der Wanne. Als ich mich im Schlafzimmer anziehen wollte merkte ich auf einmal, wie sich unter meinen  Beinen eine kleine Pfütze bildete. Gar nicht groß, aber ich wußte sofort – das ist der Blasensprung. Mein Freund und ich freuten uns denn das hieß, jetzt ging es wirklich los. Wir fuhren also wieder mit Sack und Pack ins Krankenhaus, inzwischen war es zwei Uhr Nachmittags. Dort wieder in den Kreissaal, wo mir eine andere noch jüngere Hebamme wohl nicht so recht glauben wollte. Ich konnte sie aber dadurch überzeugen, dass ich das Untersuchungszimmer volltropfte. Offenbar war gerade viel Betrieb und meine Bemerkung, dass die Nachfolgenden doch erstmal den Boden wischen sollten, brachte niemanden zum lachen. Also kamen wir in anderen Untersuchungsraum zum CTG schreiben.

        ♥ 

        Mittlerweile waren die Schmerzen schon an der Grenze des Erträglichen, mich auf die Liege zum CTG zu legen, fiel mir sehr schwer. Schließlich kam eine ältere Frau, die sich uns vorstellte als diejenige, die nun als Hebamme unsere Betreuung übernehmen würde. Ich konnte all dem was sie erzählte kaum noch zuhören, zumindest konnte ich nicht ertragen, jemandem in die Augen zu schauen und so schloss ich sie ständig, wenn eine Wehe kam, Namen konnte ich mir schon gar nicht mehr merken. Die Hebamme schlug uns vor, da der Muttermund erst wenig geöffnet sei und draußen auch schönes Wetter war, noch zwei Stunden draußen auf dem Klinikgelände „spazieren“ zu gehen. Wir willigten ein und die Hebamme gab mir noch eine Spritze gegen die Übelkeit. Als wir uns gerade aufmachen wollten wurde mir sehr schlecht und ich musste mich über das Waschbecken hängen. In diesem Moment kam ein Putzfrau mit einem ausländischen Akzent rein (ich habe das nur im Hintergrund mitbekommen, da ich ja „beschäftigt“ war) und verlangte im barschen Ton, das wir sofort hier raus müssten, der nächste Patient müsste gleich hier rein. O-Ton „das geht so nicht“. Das war mir in diesem Moment total egal, da ich ja auch Wehen hatte, aber ich fand es schon sehr dreist und normalerweise hätte ich mich natürlich sofort mit ihr angelegt. Schließlich gingen wir runter vor das Krankenhaus. 

        ♥

        Wie die zwei Stunden vergangen sind, ist mir schleierhaft. Ich hatte das Gefühl, das ich das nicht mehr lange würde ertragen können und war moralisch auf dem Tiefpunkt, weil ich mir vorstellte, das das ja erst der Anfang sei. Wie sollte ich das noch über Stunden aushalten. Wir gingen also langsam hin und her und bei jeder Wehe hielt ich mich irgendwo fest, an meinem Freund, an Laternen, am Geländer oder Ähnlichem. Ich weiß nicht warum, aber Bäume waren in diesem Moment das Beste zum festhalten. Was mich in diesem Moment sehr genervt hat war, dass ich von vielen Leuten beobachtet wurde. Das fand ich sehr anstrengend denn ich hatte den Instinkt, dass ich mich an einem einsamen Ort zurückziehen wollte, ich wollte auch meine Schmerzen alleine verarbeiten, denn das ist etwas sehr intimes. Ich versuchte also die Blicke der Krankenhausbesucher und Patienten zu ignorieren, aber es gelang nicht ganz. 

        ♥

        Gegen halb sechs gingen wir wieder zurück in den Kreissaal, ins Untersuchungszimmer, was mir wieder etwas Hoffnung machte, denn vielleicht konnte ich jetzt etwas gegen die Schmerzen bekommen. Wieder eine Untersuchung mit CTG und die Hebamme stellte fest, dass der MM jetzt auf 3 cm war, was ich schon einmal sehr gut fand. Dann bot sie mir an, dass wir jetzt mit einer Schmerzbehandlung beginnen konnten, also PDA und anderes, und das wir jetzt in den Kreissaal gehen konnten. Zuvor mussten noch einige Formulare wegen der PDA unterschrieben werden  - ein Witz zu verlangen das sich das jemand unter Wehen richtig durchlesen könnte. Auf gings also in den Kreissaal. Dort bekam ich erstmal einen Tropf mit Opiaten, wenn ich das richtig verstanden habe. Die taten nicht wirklich was gegen die Schmerzen, machten mich aber unglaublich duselig und benebelt, wie besoffen. Danach legte ich ein Krankenhaushemd an für die PDA und dann kam auch gleich eine freundlich Anesthäsistin und noch eine Schwester, die entspannt mit mir plauderten und alles fertig machten. Für die PDA bekommt man ja erstmal eine kleine Betäubung, die habe ich aber kaum gemerkt und danach erst recht nichts mehr. 

        ♥

        Schließlich war die PDA gelegt und die erste Dosis lief durch und wirkte bei mir sofort – ich hatte gar keine Schmerzen mehr, dafür aber auch keine sehr gute Empfindung in den Beinen, weshalb man ja bei der PDA auch nicht mehr rumlaufen kann. Mein rechtes (ich glaube es war mein rechtes) Bein kribbelte aber stark und wurde taub. Das fand die Anästhesisten wohl merkwürdig und befragte mich eine Weile und überprüfte, ob ich am Zeh noch etwas fühlte. Die Frage war wahrscheinlich, ob sie mir in den Rückenmarkskanal gestochen hatte oder nicht. Da aber nichts völlig taub war, befand sie alles für okay. Sobald die PDA wirkte, konnte ich sogar noch ein bißchen dösen, es war aber nicht mehr als ein Sekundenschlaf. So gingen die Stunden dahin, es war mir gar nicht bewußt, wieviel Zeit schon vergangen war. Zwischendurch kam die Hebamme wieder herein und bestätigte, dass die Wehen nachgelassen hatten, deshalb bekam ich einen Wehentropf. Außerdem entleerte sie mir mit einem Katheter die Blase, da man unter der PDA nicht merkt, wie diese immer voller wird und die volle Blase die Geburt behindert, weil sie viel Platz wegnimmt. Die Hebamme, die mich bis jetzt betreut hatte, hatte jetzt Schichtwechsel, und kam noch einmal zu uns in den Kreissaal. Sie bemerkte, dass soweit alles in Ordnung sei, ich aber etwas Fieber hätte, was vermutlich noch von meiner Nierenentzündung kommen würde. Deshalb bekam ich noch einmal Antibiotika über einen Tropf.

        ♥

        Mein Freund merkte dann als erster, dass der Puls des Babys auf einmal sehr niedrig war. Normalerweise war er bei 150 jetzt war er auf ca. 60 herabgesunken. Sofort kamen zwei Hebammen und eine Ärztin ins Zimmer, verordneten mir den Vierfüßlerstand, legten mir Sauerstoff an die Nase und sagten, dass ich tief einatmen solle. Außerdem bekam ich noch eine Spritze, die den Herzschlag des Babys hochjagte, und auch meinen, was ich sofort als Herzklopfen merkte. Wahrscheinlich war durch die heftigen Wehen, die ich nicht merkte, eine Blutzufuhr des Babys zugedrückt worden. Also wurde der Wehentropf zugedreht und mir ein Wehenhemmer gegeben. Jetzt lag allerdings der Puls des Babys zu hoch, bei ca. 200, und das blieb eine Weile so. 

        ♥

        Schließlich teilte die Hebamme mit, dass nun endlich die Geburt, also die Austreibungsphase beginnen müsse, da der Muttermund schon sehr lange bei 10 cm sei und das Baby sonst zu lange im Geburtskanal stecke. Sie drehte also die PDA ab und den Wehentropf voll auf und mir war sehr mulmig zumute. Ich befürchtete, das jetzt die schrecklichsten Wehen kommen würden. Langsam spürte ich auch wieder etwas. Außerdem wurde mir wieder übel und ich musste mich übergeben. Die ersten richtigen Wehen kamen, allerdings hatte ich kein Gefühl dafür, wo ich pressen sollte und veratmete sie ganz normal. Der Oberarzt, der inzwischen auch dazu gekommen war, gab Anweisungen wo ich wie zu pressen hatte. Er sagt, wenn es jetzt nicht bald passierte, bliebe nur noch ein Kaiserschnitt, da die Zeit knapp wurde. Gott sei Dank ging es mit Hilfe seiner Anleitung und einer Saugglocke jetzt sehr schnell und ich merkte auf einmal, wie sich der Kopf nach draußen schob. Dann mußte ich noch einmal pressen und alles war vorbei. 

        ♥

        Ich konnte es gar nicht glauben, da es am Ende so schnell gegangen war. Man legte mir die Kleine auf den Bauch und ich konnte sie gar nicht richtig sehen, denn ihr Kopf lag in die andere Richtung und ich traute mich nicht, sie anzufassen, da sie so klein und zerbrechlich aussah. Mein Freund machte ein Foto mit seinem Handy und da konnte ich sie erst richtig sehen. Sie war so süß. Der Arzt gratulierte uns und lies uns allein während die Hebamme die Kleine vermaß, wog und anzog. Währenddessen wurde ich noch von der Ärztin genäht, was nochmal ganz schön zwickte. Schließlich lagen wir alle drei zusammen im Bett und schliefen erschöpft für mehrere Stunden ein. 

        ♥♥♥

        Kliniktasche Geburt - was habe ich gebraucht

        Ich möchte euch zeigen, was ich tatsächlich im Krankenhaus aus meiner Kliniktasche gebraucht habe.


        Für mich während der Geburt


        • ein längeres, großes Baumwoll-T-Shirt für die Geburt, was man danach wegschmeißen kann
        habe ich nicht gebraucht, da ich ein Krankenhaushemd anhatte
        • eine Strickjacke - meine Hebamme, die selbst Mutter von drei Kindern ist meinte, dass man unter Umständen abwechselnd schwitzt und friert
        habe ich nicht gebraucht, ich habe auch nicht geschwitzt oder gefroren

        Hausschuhe oder rutschfeste Socken - man möchte und soll sich viel bewegen und z.B. in den Gängen herumlaufen

        • warme Kuschelsocken - kalte Füße hemmen die Wehen
        habe ich nicht gebraucht, ich hatte eine Decke zum drüberziehen

        Bademantel - zum rumlaufen oder wechseln der Räume



        Haarreifen und Haarspange - weil ich längere Haare habe


        • Massageöl und Massageroller - ich nehme das Schwangerschaftstreifenöl, das ich sowieso schon habe, die Begleitung kann einem dann den Rücken massieren. Meine Hebamme empfiehlt übrigens auch so einen stachligen Massageball - den kann man auch später noch für die Babys nehmen.
        habe ich nicht gebraucht, aber ich hatte auch eine PDA
        • evtl. Musik-CD - die meißten Kreissäle sind mit einem CD-Player ausgestattet
        habe ich nicht gebraucht
        • Laptop und Filme - für die erste Phase der Wehen, damit die Zeit schneller vergeht
        habe ich nicht gebraucht

        • ein Buch - muss jetzt nicht Homer sein - einfach was einen entspannt, vielleicht auch eine Gala oder so
        habe ich nicht gebraucht

        Snacks - für sich selbst und die Begleitung. Wenn ich es schaffe mache ich mir auch belegte Brote. Die finde ich lecker und ich habe öfter mal Appetit. Im Krankenhaus gibt es natürlich auch eine Cafeteria - aber nicht Nachts! War vor allen Dingen wichtig für meine Begleitung.

        Dokumente


        Mutterpass - hat man ja eh dabei

        Personalausweis

        Geburtsurkunde oder wenn ihr verheiratet seid die Heiratsurkunde/Familienstammbuch

        Krankenversicherungskarte

        evtl. Allergiepass


        Für die Wöchnerinnenstation


        zwei Nacht- oder Schlafanzughemden, die sich vorne zum Stillen öffnen lassen. 


        zwei Still-BHs - eine oder zwei Größen größer, gibts auch bei Drogeristen


        acht Unterhöschen - aus Baumwolle, nicht zu klein


        • (Einmal)Waschlappen (haben die so etwas nicht im Krankenhaus?)
        habe ich nicht gebraucht

        Klamotten für die Heimreise - was einem im 6 Monat gepasst hat, der Bauch ist nicht sofort ganz weg


        Kosmetikartikel - Zahnbürste usw., ich nehme auch noch Schminke mit und ich habe mir ein kühlendes Augengel (gegen Augenringe) gekauft und eine Erfrischungsmaske, falls man für so etwas überhaupt Zeit hat 

        • Kleingeld - für die Cafeteria
        habe ich nicht gebraucht, da wir Handys dabei hatten und nie in die Cafeteria gegangen sind

        Kamera oder Handy (Aufladekabel nicht vergessen!)


        Notizbuch/Papier und Stift


        Für Babys Heimreise


        Solange ihr im Krankenhaus seid, werden alle Babysachen gestellt. Nur für die Heimfahrt braucht man ein paar Sachen. Denkt daran, dass Neugeborene ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren können und deshalb immer ein Mützchen brauchen.

        einen Body, Größe 50/56

        einen Strampler, Größe 50/56
        eine Jacke und Mütze
        eine Windel und zwei Spucktücher
        eine Babyschale fürs Auto
        eine Decke - Wolldecke oder was leichteres jetzt im Sommer zum Zudecken

        Geschenke zur Geburt - erstes Spielzeug

        Da ich nun weiß, wie es ist, Mama zu sein und mit einem Neugeborenem umzugehen, aber auch weiß, das man keine Ahnung hat, was man denn zur Geburt eines Babys schenken könnte, wenn man selbst so etwas noch nicht erfahren hat, möchte ich euch an dieser Stelle ein paar Tipps geben.
        Grundsätzlich braucht man in den ersten zwei Monaten gar kein Spielzeug für das Baby - es kann nämlich noch gar nicht richtig greifen, bzw. fängt erst damit an.


        Was sich anbietet für die ersten Greifversuche ist eine Ringrassel, die recht schmal ist und auch sabbernden Mündern stand hält.


        Ein "Fühlbilderbuch" - mit kurzen Texten und Texturen zum Anfassen.



        Ein kleines, weiches Kuscheltier ist auch gut. Aber aufpassen, dass keine kleinen Teile zum Verschlucken dran sind. Es sollte auch waschbar sein.


        Ein echter Klassiker ist auch diese Giraffe "Vulli" aus reinem Kautschuk, die in Frankreich hergestellt wird. Die starken Kontraste sind speziell für Neugeborene gedacht. Außerdem quietscht sie natürlich.


        Schön ist auch eine kleine Ringrassel aus Stoff, die schön leicht ist.


        Von erfahrenen Mamas empfohlen: der vielseitige Stoffball mit Spiegel, Knisterecken und Beißringen. Gibts glaub ich bei Rossmann.


        Oder - etwas teurer - diese Stoffblume/raupe, die knistert und deren Blumenteil man abnehmen kann.


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