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Meine Geburt im Oskar-Ziethen Krankenhaus in Berlin


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Am 6. August gingen die Wehen los. Geburtstermin war eigentlich der 1. August gewesen, deswegen musste ich alle zwei Tage zu Kontrolluntersuchungen entweder ins Krankenhaus oder zur Hebamme gehen. Beim letzten Termin im Krankenhaus hatte man schon davon geredet, in ein paar Tagen mit der Einleitung der Geburt beginnen zu müssen.  Am 7. August (Mittwoch) war wieder ein Besuch bei der Hebamme im Prenzlauer Berg vorgesehen. 

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Am Dienstag, 6. August, verlief eigentlich noch alles normal – wir gingen einkaufen, mein Freund arbeitete, ich arbeitete an meinem Blog, kochte Essen, machte sauber und bug einen Schokoladenkuchen, den mein Freund sich gewünscht hatte.  Ein paar Stunden später, am Abend ging es los, aber ich dachte bis dahin, es wären nur Rückenschmerzen. In der Nacht wurde es dann immer stärker, die Schmerzen kamen und gingen im Abstand von ein, zwei Minuten. Da uns im Geburtsvorbereitungskurs gesagt worden war, die „richtigen“ Wehen würden im Abstand von zehn Minuten oder länger beginnen, dachte ich, das können ja nicht die richtigen sein. 

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Schließlich konnte ich es aber im Bett nicht mehr aushalten und sagte meinem Freund, dass wir jetzt ins Krankenhaus müssten, zumindest, um ganz sicher zu gehen. Also klingelten wir um eins im Kreissaal vom Oskar-Ziethen Krankenhaus in Lichtenberg, was mit dem Auto zehn Minuten entfernt von unserer Wohnung lag. Die junge Hebamme, die ich schon von meinem Zwischenstopp im Krankenhaus wegen meiner Stauniere kannte, begrüßte uns freundlich. Sie schloss mich erstmal im Vorwehenraum an ein CTG an, welches die Stärke und Länge der Wehen aufzeichnete. Was keiner gedacht hätte – sie sollte es auch sein, die schließlich bei mir die Geburt übernehmen würde. Als junge, kinderlose Frau, so sagte sie uns, würde sie oft dazu herangezogen, die Nachtschichten zu übernehmen.

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Das CTG zeigte Wehen mit starken Ausschlägen an, die in relativ kurzen Abständen kamen, in einer Intensität das ich sicher war, das es keine Vor- oder Probewehen mehr sein konnten. Die hatte ich ja schon seit Wochen vorher gehabt und sie waren absolut schmerzfrei gewesen. Die Hebamme kontrollierte auch meinen Muttermund, welcher minimal geöffnet war, auch der Gebärmutterhals hätte noch einen Zentimeter. Entweder hätte ich also ins Krankenhaus auf die Station gehen und weiter warten können, oder wir könnten nach Hause gehen und dort abwarten, bis die Wehen stärker und länger wurden. Wir entschieden uns also, wieder nach Hause zu gehen. 

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Um zwei Uhr nachts waren wir wieder zu Hause, aber ich konnte mich nicht ins Bett legen, da die Schmerzen so stark waren und ich mich darauf konzentrieren musste. An Schlaf war also nicht zu denken. Mein Freund legte sich ins Bett und ich ging ins Wohnzimmer und ging dort auf und ab. Die Wehen kamen nach wie vor alle paar Minuten. Gegen 5/6 Uhr morgens war ich allerdings sehr erleichtert, denn die Abstände hatten sich nun auf 8-10 Minuten erhöht, so dass ich zwischendurch ein Atempause zum entspannen hatte. Ich hätte sonst nicht gewusst wie ich das noch über Stunden hätte ertragen sollen. Um zehn Uhr hatte ich einen Termin bei der Hebamme und das gab mir Halt, denn sie würde mir sicher sagen, wie es weiter gehen sollte. 

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Mein Freund und ich fuhren mit dem Auto zu ihr. Ich hatte nach wie vor alle zehn Minuten Wehen, die etwa eine Minute dauerten. Die Hebamme machte ein CTG, worauf die Wehen zu erkennen waren, und kontrollierte noch einmal bei mir und gab bekannt, das der Gebärmutterhals verstrichen sei, aber nach wie vor der Muttermund nur ganz gering geöffnet sei. Sie sagte, es würde wahrscheinlich gar nicht mehr lange dauern, und empfahl mir, zur Entspannung ein Bad zu nehmen. Der Besuch stärkte mich moralisch und wir fuhren wieder nach Hause und frühstückten – die Wehen gingen weiter. Ich krallte mich bei jeder Wehe am Kinderwagen fest, den ich dann durchs Kinderzimmer schob.

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Ich wollte eigentlich gar kein Bad nehmen, da ich das Gefühl hatte, das würde für mich alles noch schmerzhafter machen. Ich probierte es aber trotzdem und genauso war es. Also wieder raus aus der Wanne. Als ich mich im Schlafzimmer anziehen wollte merkte ich auf einmal, wie sich unter meinen  Beinen eine kleine Pfütze bildete. Gar nicht groß, aber ich wußte sofort – das ist der Blasensprung. Mein Freund und ich freuten uns denn das hieß, jetzt ging es wirklich los. Wir fuhren also wieder mit Sack und Pack ins Krankenhaus, inzwischen war es zwei Uhr Nachmittags. Dort wieder in den Kreissaal, wo mir eine andere noch jüngere Hebamme wohl nicht so recht glauben wollte. Ich konnte sie aber dadurch überzeugen, dass ich das Untersuchungszimmer volltropfte. Offenbar war gerade viel Betrieb und meine Bemerkung, dass die Nachfolgenden doch erstmal den Boden wischen sollten, brachte niemanden zum lachen. Also kamen wir in anderen Untersuchungsraum zum CTG schreiben.

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Mittlerweile waren die Schmerzen schon an der Grenze des Erträglichen, mich auf die Liege zum CTG zu legen, fiel mir sehr schwer. Schließlich kam eine ältere Frau, die sich uns vorstellte als diejenige, die nun als Hebamme unsere Betreuung übernehmen würde. Ich konnte all dem was sie erzählte kaum noch zuhören, zumindest konnte ich nicht ertragen, jemandem in die Augen zu schauen und so schloss ich sie ständig, wenn eine Wehe kam, Namen konnte ich mir schon gar nicht mehr merken. Die Hebamme schlug uns vor, da der Muttermund erst wenig geöffnet sei und draußen auch schönes Wetter war, noch zwei Stunden draußen auf dem Klinikgelände „spazieren“ zu gehen. Wir willigten ein und die Hebamme gab mir noch eine Spritze gegen die Übelkeit. Als wir uns gerade aufmachen wollten wurde mir sehr schlecht und ich musste mich über das Waschbecken hängen. In diesem Moment kam ein Putzfrau mit einem ausländischen Akzent rein (ich habe das nur im Hintergrund mitbekommen, da ich ja „beschäftigt“ war) und verlangte im barschen Ton, das wir sofort hier raus müssten, der nächste Patient müsste gleich hier rein. O-Ton „das geht so nicht“. Das war mir in diesem Moment total egal, da ich ja auch Wehen hatte, aber ich fand es schon sehr dreist und normalerweise hätte ich mich natürlich sofort mit ihr angelegt. Schließlich gingen wir runter vor das Krankenhaus. 

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Wie die zwei Stunden vergangen sind, ist mir schleierhaft. Ich hatte das Gefühl, das ich das nicht mehr lange würde ertragen können und war moralisch auf dem Tiefpunkt, weil ich mir vorstellte, das das ja erst der Anfang sei. Wie sollte ich das noch über Stunden aushalten. Wir gingen also langsam hin und her und bei jeder Wehe hielt ich mich irgendwo fest, an meinem Freund, an Laternen, am Geländer oder Ähnlichem. Ich weiß nicht warum, aber Bäume waren in diesem Moment das Beste zum festhalten. Was mich in diesem Moment sehr genervt hat war, dass ich von vielen Leuten beobachtet wurde. Das fand ich sehr anstrengend denn ich hatte den Instinkt, dass ich mich an einem einsamen Ort zurückziehen wollte, ich wollte auch meine Schmerzen alleine verarbeiten, denn das ist etwas sehr intimes. Ich versuchte also die Blicke der Krankenhausbesucher und Patienten zu ignorieren, aber es gelang nicht ganz. 

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Gegen halb sechs gingen wir wieder zurück in den Kreissaal, ins Untersuchungszimmer, was mir wieder etwas Hoffnung machte, denn vielleicht konnte ich jetzt etwas gegen die Schmerzen bekommen. Wieder eine Untersuchung mit CTG und die Hebamme stellte fest, dass der MM jetzt auf 3 cm war, was ich schon einmal sehr gut fand. Dann bot sie mir an, dass wir jetzt mit einer Schmerzbehandlung beginnen konnten, also PDA und anderes, und das wir jetzt in den Kreissaal gehen konnten. Zuvor mussten noch einige Formulare wegen der PDA unterschrieben werden  - ein Witz zu verlangen das sich das jemand unter Wehen richtig durchlesen könnte. Auf gings also in den Kreissaal. Dort bekam ich erstmal einen Tropf mit Opiaten, wenn ich das richtig verstanden habe. Die taten nicht wirklich was gegen die Schmerzen, machten mich aber unglaublich duselig und benebelt, wie besoffen. Danach legte ich ein Krankenhaushemd an für die PDA und dann kam auch gleich eine freundlich Anesthäsistin und noch eine Schwester, die entspannt mit mir plauderten und alles fertig machten. Für die PDA bekommt man ja erstmal eine kleine Betäubung, die habe ich aber kaum gemerkt und danach erst recht nichts mehr. 

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Schließlich war die PDA gelegt und die erste Dosis lief durch und wirkte bei mir sofort – ich hatte gar keine Schmerzen mehr, dafür aber auch keine sehr gute Empfindung in den Beinen, weshalb man ja bei der PDA auch nicht mehr rumlaufen kann. Mein rechtes (ich glaube es war mein rechtes) Bein kribbelte aber stark und wurde taub. Das fand die Anästhesisten wohl merkwürdig und befragte mich eine Weile und überprüfte, ob ich am Zeh noch etwas fühlte. Die Frage war wahrscheinlich, ob sie mir in den Rückenmarkskanal gestochen hatte oder nicht. Da aber nichts völlig taub war, befand sie alles für okay. Sobald die PDA wirkte, konnte ich sogar noch ein bißchen dösen, es war aber nicht mehr als ein Sekundenschlaf. So gingen die Stunden dahin, es war mir gar nicht bewußt, wieviel Zeit schon vergangen war. Zwischendurch kam die Hebamme wieder herein und bestätigte, dass die Wehen nachgelassen hatten, deshalb bekam ich einen Wehentropf. Außerdem entleerte sie mir mit einem Katheter die Blase, da man unter der PDA nicht merkt, wie diese immer voller wird und die volle Blase die Geburt behindert, weil sie viel Platz wegnimmt. Die Hebamme, die mich bis jetzt betreut hatte, hatte jetzt Schichtwechsel, und kam noch einmal zu uns in den Kreissaal. Sie bemerkte, dass soweit alles in Ordnung sei, ich aber etwas Fieber hätte, was vermutlich noch von meiner Nierenentzündung kommen würde. Deshalb bekam ich noch einmal Antibiotika über einen Tropf.

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Mein Freund merkte dann als erster, dass der Puls des Babys auf einmal sehr niedrig war. Normalerweise war er bei 150 jetzt war er auf ca. 60 herabgesunken. Sofort kamen zwei Hebammen und eine Ärztin ins Zimmer, verordneten mir den Vierfüßlerstand, legten mir Sauerstoff an die Nase und sagten, dass ich tief einatmen solle. Außerdem bekam ich noch eine Spritze, die den Herzschlag des Babys hochjagte, und auch meinen, was ich sofort als Herzklopfen merkte. Wahrscheinlich war durch die heftigen Wehen, die ich nicht merkte, eine Blutzufuhr des Babys zugedrückt worden. Also wurde der Wehentropf zugedreht und mir ein Wehenhemmer gegeben. Jetzt lag allerdings der Puls des Babys zu hoch, bei ca. 200, und das blieb eine Weile so. 

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Schließlich teilte die Hebamme mit, dass nun endlich die Geburt, also die Austreibungsphase beginnen müsse, da der Muttermund schon sehr lange bei 10 cm sei und das Baby sonst zu lange im Geburtskanal stecke. Sie drehte also die PDA ab und den Wehentropf voll auf und mir war sehr mulmig zumute. Ich befürchtete, das jetzt die schrecklichsten Wehen kommen würden. Langsam spürte ich auch wieder etwas. Außerdem wurde mir wieder übel und ich musste mich übergeben. Die ersten richtigen Wehen kamen, allerdings hatte ich kein Gefühl dafür, wo ich pressen sollte und veratmete sie ganz normal. Der Oberarzt, der inzwischen auch dazu gekommen war, gab Anweisungen wo ich wie zu pressen hatte. Er sagt, wenn es jetzt nicht bald passierte, bliebe nur noch ein Kaiserschnitt, da die Zeit knapp wurde. Gott sei Dank ging es mit Hilfe seiner Anleitung und einer Saugglocke jetzt sehr schnell und ich merkte auf einmal, wie sich der Kopf nach draußen schob. Dann mußte ich noch einmal pressen und alles war vorbei. 

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Ich konnte es gar nicht glauben, da es am Ende so schnell gegangen war. Man legte mir die Kleine auf den Bauch und ich konnte sie gar nicht richtig sehen, denn ihr Kopf lag in die andere Richtung und ich traute mich nicht, sie anzufassen, da sie so klein und zerbrechlich aussah. Mein Freund machte ein Foto mit seinem Handy und da konnte ich sie erst richtig sehen. Sie war so süß. Der Arzt gratulierte uns und lies uns allein während die Hebamme die Kleine vermaß, wog und anzog. Währenddessen wurde ich noch von der Ärztin genäht, was nochmal ganz schön zwickte. Schließlich lagen wir alle drei zusammen im Bett und schliefen erschöpft für mehrere Stunden ein. 

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Kliniktasche Geburt - was habe ich gebraucht

Ich möchte euch zeigen, was ich tatsächlich im Krankenhaus aus meiner Kliniktasche gebraucht habe.


Für mich während der Geburt


  • ein längeres, großes Baumwoll-T-Shirt für die Geburt, was man danach wegschmeißen kann
habe ich nicht gebraucht, da ich ein Krankenhaushemd anhatte
  • eine Strickjacke - meine Hebamme, die selbst Mutter von drei Kindern ist meinte, dass man unter Umständen abwechselnd schwitzt und friert
habe ich nicht gebraucht, ich habe auch nicht geschwitzt oder gefroren

Hausschuhe oder rutschfeste Socken - man möchte und soll sich viel bewegen und z.B. in den Gängen herumlaufen

  • warme Kuschelsocken - kalte Füße hemmen die Wehen
habe ich nicht gebraucht, ich hatte eine Decke zum drüberziehen

Bademantel - zum rumlaufen oder wechseln der Räume



Haarreifen und Haarspange - weil ich längere Haare habe


  • Massageöl und Massageroller - ich nehme das Schwangerschaftstreifenöl, das ich sowieso schon habe, die Begleitung kann einem dann den Rücken massieren. Meine Hebamme empfiehlt übrigens auch so einen stachligen Massageball - den kann man auch später noch für die Babys nehmen.
habe ich nicht gebraucht, aber ich hatte auch eine PDA
  • evtl. Musik-CD - die meißten Kreissäle sind mit einem CD-Player ausgestattet
habe ich nicht gebraucht
  • Laptop und Filme - für die erste Phase der Wehen, damit die Zeit schneller vergeht
habe ich nicht gebraucht

  • ein Buch - muss jetzt nicht Homer sein - einfach was einen entspannt, vielleicht auch eine Gala oder so
habe ich nicht gebraucht

Snacks - für sich selbst und die Begleitung. Wenn ich es schaffe mache ich mir auch belegte Brote. Die finde ich lecker und ich habe öfter mal Appetit. Im Krankenhaus gibt es natürlich auch eine Cafeteria - aber nicht Nachts! War vor allen Dingen wichtig für meine Begleitung.

Dokumente


Mutterpass - hat man ja eh dabei

Personalausweis

Geburtsurkunde oder wenn ihr verheiratet seid die Heiratsurkunde/Familienstammbuch

Krankenversicherungskarte

evtl. Allergiepass


Für die Wöchnerinnenstation


zwei Nacht- oder Schlafanzughemden, die sich vorne zum Stillen öffnen lassen. 


zwei Still-BHs - eine oder zwei Größen größer, gibts auch bei Drogeristen


acht Unterhöschen - aus Baumwolle, nicht zu klein


  • (Einmal)Waschlappen (haben die so etwas nicht im Krankenhaus?)
habe ich nicht gebraucht

Klamotten für die Heimreise - was einem im 6 Monat gepasst hat, der Bauch ist nicht sofort ganz weg


Kosmetikartikel - Zahnbürste usw., ich nehme auch noch Schminke mit und ich habe mir ein kühlendes Augengel (gegen Augenringe) gekauft und eine Erfrischungsmaske, falls man für so etwas überhaupt Zeit hat 

  • Kleingeld - für die Cafeteria
habe ich nicht gebraucht, da wir Handys dabei hatten und nie in die Cafeteria gegangen sind

Kamera oder Handy (Aufladekabel nicht vergessen!)


Notizbuch/Papier und Stift


Für Babys Heimreise


Solange ihr im Krankenhaus seid, werden alle Babysachen gestellt. Nur für die Heimfahrt braucht man ein paar Sachen. Denkt daran, dass Neugeborene ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren können und deshalb immer ein Mützchen brauchen.

einen Body, Größe 50/56

einen Strampler, Größe 50/56
eine Jacke und Mütze
eine Windel und zwei Spucktücher
eine Babyschale fürs Auto
eine Decke - Wolldecke oder was leichteres jetzt im Sommer zum Zudecken

Unser Familienzimmer im Oskar-Ziethen Krankenhaus (Berlin Lichtenberg)

Nach der Geburt bekamen wir am nächsten Tag ein Familienzimmer auf der Wöchnerinnenstation. Die Zimmer wurden Anfang 2012 neu gestaltet und sind sehr schön - man fühlt sich fast wie in einem Hotel. Der Partner muss dafür allerdings einen Aufpreis zahlen. Aber seht selbst:


Das Zimmer mit Blick zum Fenster, rechts sieht man das Bettchen zum Rollen und den Wickelplatz.


Der Wickelplatz: mit Heizstrahler. Das Länglich Ding links ist ein Windelspender mit Feuchttüchern (von Pampers). Unten ist noch eine Schublade wo immer frische Strampler und Body für das Baby drinlagen. Rechts ist ein Schrank für die eigenen Klamotten.


Das Zimmer mit Blick zur Tür. Rechts neben dem Eingang ist das Bad (mit Dusche und Toilette). Im Vordergrund sieht man ein Bett mit einem Mini-Fernseher. In der Mitte stehen ein paar Stühle und noch eine Kommode mit Fernseher.

Kreissaal im Oskar-Ziethen Krankenhaus (Berlin Lichtenberg)

So sah der Kreissaal (das Wort kommt übrigens vom Wort "kreischen" und nicht weil der Raum rund ist) im Oskar-Ziethen Krankenhaus aus. Wir waren dort zur Geburt am 7./8. August 2012. Die Räumlichkeiten im Krankenhaus wurden Anfang dieses Jahres gerade frisch renoviert.


Das war mein Bett im Kreissaal. Am Arm habe ich eine Manschette, die automatisch alle 10 Minuten den Blutdruck gemessen hat. Außerdem Zugänge für die Infusionen (z.B. Flüssigkeit zur Stabilisierung).


Links neben mir, war so ein "Himmel". Da hab ich aber nie hingeschaut.


Rechts neben mir war so ein Schrank.


Da waren die Sachen für die Neugeborenen drau, die man dann auch behalten konnte.


Und das war mein Blick vom Bett. Vorne sieht man noch so einen Gebärstuhl mit Seil, den ich aber wegen der PDA nicht verwenden konnte.

Das haben wir im Oskar-Ziethen Krankenhaus bekommen


♥ eine Probepackung mit Produktproben (Windeln, Feuchttücher) von Pampers



♥ ein Schlafsack, Größe 60


♥ Mütze (handgestrickt) und T-Shirt


♥ ein kleines Heft mit Foto und Geburtsdaten von dem Baby

31. Juli (ET - 1 SSW) - Arzttermine in der Schwangerschaft

Einen Tag vor dem Schlupftermin - es tut sich noch nichts. Der Bauch wird öfter und länger hart und zieht sich zusammen, was aber nicht schmerzhaft ist. Gestern hatte ich wieder einen Termin bei der Hebamme. Mein Gewicht ist mittlerweile bei über 80 Kilo. Die Hebamme hat diesmal auch CTG geschrieben, was sonst nur die Frauenärztin gemacht hat. Die Nadel schlug bei einer (Vor)Wehe so stark aus, das der Platz auf dem Papier nicht mehr gereicht hat. Der Zeiger hat dabei "90" angezeigt. Ich bin mir nicht sicher was das heißt. Es ist aber der höchste Wert den ich bisher hatte. Meine Hebamme meinte dazu, dass der Zeiger gerade bei "schlanken" (80 kg??) Frauen sehr stark bei jeder kleinsten Muskeltätigkeit ausschlägt. Wer sich professionell über das CTG informieren möchte: diese Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe habe ich dazu gefunden. Da steht auch was zum Thema Dopplersonographie.
Da ja ab jetzt die Kontrollen engmaschiger werden, ist mir aufgefallen, dass es zu dem Thema, wann ich denn wo zur Kontrolle zu erscheinen habe, spätestens jetzt keine einstimmige Meinung mehr von Hebamme, Arzt und Krankenhaus gibt - ich wollte daher einmal auflisten, welche ärztlichen Termine seit Beginn der Schwangerschaft bisher schon zusammengekommen sind.


1.
SSW 5+3
13. Dezember 2011
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




2.
SSW 10+6
10. Januar 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




3.
SSW 15+1
16. Februar 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




4.
SSW 20+1
19. März 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




5.

3. April 2012
Feindiagnostik




6.
SSW 24+1
12. April 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




7.
SSW 28+2
11. Mai 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




8.
SSW 31+2
1. Juni 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




9.
SSW 33+2
15. Juni 2012
Vorsorgetermin bei der Hebamme




10.

30. Juni 2012
Geburtsvorbereitungskurs




11.
SSW 35+6
3. Juli 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




12.

5. Juli 2012
Vorstellung im Krankenhaus




13.
SSW 36+5
10. Juli 2012
Termin beim Frauenarzt




14.

10.- 11. Juli 2012
Krankenhausaufenthalt wg. Stauniere






12. Juli 2012
PDA-Vorgespräch im Krankenhaus




15.
SSW 37+5
16. Juli 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




16.

19. Juli 2012
PDA Vorgespräch im Krankenhaus






23. Juli 2012
Vorsorgetermin beim Frauenarzt




17.
SSW ET-2
30. Juli 2012
Vorsorgetermin bei der Hebamme




18.
SSW ET+0
1. August 2012
Kontrolltermin im Krankenhaus




19.

(6. August 2012
Kontrolltermin beim Frauenarzt)

Das sind jetzt also knapp 20 Termine in einem Zeitraum von ca. 9 Monaten. Durch meinen Zwischenstopp im Krankenhaus hatte sich einiges verschoben. Und wer weiß, wie viele jetzt noch dazu kommen...

12. Juli (37+1 SSW) Im Oskar-Ziethen Krankenhaus mit Stauniere

Am Mittwoch Abend war es soweit, ich hatte schon gemerkt das sich bei mir wohl wieder eine Blasenentzündung in Form von "Ahhh, ich will nicht mehr runter vom Klo" ankündigt. Also habe ich viel getrunken, Blasentee und Wasser, und eine Vitamin-C Tablette eingeworfen. Ich dachte, ach morgen wird es schon wieder besser sein - leider bin ich in der Nacht mit starken Schmerzen in der rechten Seite aufgewacht. Okay, auch das habe ich noch unter normal verbucht und bin erstmal vor den Fernseher geschlichen um mich abzulenken. Manchmal lassen sich die Rückenschmerzen ja davon vertreiben. Diesmal leider nicht, so dass ich dann entnervt um ein Uhr meinen armen Freund weckte und verlangte, dass er mich bitte ins Krankenhaus bringen soll. Gott sei dank habe ich auch widerwillig noch ein paar Klamotten und meine Kliniktasche mitgenommen. Wie wahrscheinlich die meisten von euch bin ich nicht so versessen darauf im Krankenhaus zu bleiben. Nun ja, also erstmal ab ins Oskar-Ziethen Krankenhaus und in der 1. Etage beim Kreissaal geklingelt. Man öffnete uns freundlich und ich wurde sehr nett von einer Hebamme umsorgt - durfte eine Pinkelprobe abgeben und wurde ans CTG angeschlossen.


So saßen wir dann eine Weile im Untersuchungsraum (Foto links). Schließlich bekam ich durch einen Zugang Paracetamol, was super gewirkt hat, und Buscopan, was entkrampfend wirkt.
Als nächstes machte die anwesende Gynäkologin einen Ultraschall meiner Niere und haute mir lustig mit Schmackes auf entsprechendes Organ ("Wenn ich das ankündigen würde, macht es ja keinen Sinn"). Sie wollte also testen, ob ich zusammenzucken würde - das war schon eine interessante Methode, die allerdings meine Frauenärztin später auch noch einmal bei mir angewendet hat. Gehört wohl zur Gynäkologen-Ausbildung?! Abschließend stellte sie fest, das es einen Harnstau gibt in der Niere und auch eine entsprechende Blaseninfektion, und das sie mich gerne auf Station behalten würde. Mittlerweile war es vier oder fünf Uhr morgens und ich kam auf die Wöchnerinnenstation, die gleich neben dem Kreissaal liegt. Auch hier wurde ich  von der Schwester freundlich aufgenommen. Da mein Freund und ich mittlerweile tierischen Kohldampf schoben wurden wir noch mit Wurststullen versorgt. Ich kam auf ein Zweibettzimmer - allerdings war meine Mitbewohnerin gerade auf der Neugeborenenstation, da sie ihre Zwillinge versorgte.
Am nächsten Tag bekam ich Antibiotika und weiterhin Buscopan, ich hatte aber keine weiteren Schmerzen so das ich auf Schmerzmittel verzichten konnte. Alles in allem war mir auf Station recht langweilig. Zum


Glück hat mir mein Freund noch Laptop und Filme vorbei gebracht, aber länger als einen Tag konnte ich es dort nicht aushalten - zumal es mir ja schon wieder sehr gut ging. Am nächsten Tag wurde ich dann auch entlassen. Ich musste nur noch Antibiotika in Tablettenform weiternehmen. Alles in allem fand ich es auf der Wochenstation aber nicht schlimm - es ist halt Krankenhaus aber das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit und man kann dort im Garten und in der Umgebung ganz schön spazieren gehen. Wenn ich das nächste Mal dort bin wird es mir wahrscheinlich nicht mehr so langweilig sein :).
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